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Ein Kindergarten für Schlappohren

Die Hundewelpen sind einfach zum Schmusen. Später sollen aus dem 12er-Wurf Diensthunde werden. Die sind jedoch alles andere als niedliche Kuscheltiere.

Hundewelpen in Nahaufnahme.

Angehende Diensthunde blicken in die Zukunft. (Quelle: PIZ SKB/Alpers )Größere Abbildung anzeigen

Tumult in der Aufzuchtstation der Schule für Diensthundewesen in Ulmen: Zwölf Malinois-Welpen haben es faustdick hinter den Ohren und halten ihre Hundemama Ronja und Tierpfleger Gerhard Steitz mächtig auf Trab. Im „Kindergarten“ wird gerauft, getobt und geklettert, bis die Kleinen am Bauch ihrer Mutter selig einschlummern.

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Angehende „Leistungssportler“

Ein Hundewelpen.

Ein kleiner Hundewelpe ruht sich aus und fühlt sich sichtlich wohl. (Quelle: PIZ SKB/Alpers )Größere Abbildung anzeigen

Wer allerdings ein guter Minen- oder Sprengstoffspürhund oder gar Schutz- und Zugriffshund sein will, braucht neben dieser Mutterliebe und einer fundierten Ausbildung vor allem eines - gute Gene. Die Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr stellt hohe Anforderungen an ihre Diensthunde. Sie müssen extrem belastbar, charakterstark und gesund sein. Insbesondere Tiere mit Defiziten im Bereich der Hüfte oder des Ellenbogens laufen Gefahr sich schnell zu verletzen. Ein 1 A Knochengerüst ist daher unverzichtbar. „Unsere Hunde sind quasi Leistungssportler“, sagt Oberfeldveterinär Christiane Ernst, „sie müssen wie ihre Diensthundeführer den Herausforderungen im Auslandseinsatz jederzeit gewachsen sein.“ Daher wird von vornherein Wert auf eine robuste Kondition der Tiere gelegt. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen überwachen das Wachstum und die Entwicklung der Kleinen.

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Bundeswehr setzt auf eigene Zucht

Hundewelpe liebkost Mann

Viel Aufmerksamkeit auf beiden Seiten. (Quelle: PIZ SKB/Alpers )Größere Abbildung anzeigen

Die Konkurrenz auf dem Zuchtmarkt ist groß, weiß die Kommandeurin der Schule für Diensthundewesen in Ulmen. Gute Hunde seien auch bei der Polizei oder beim Zoll für Spür- und Schutzaufgaben sehr begehrt. „Das macht es für die Bundeswehr nicht leicht, Diensthunde zu generieren. Die einzige Möglichkeit, den hohen Bedarf der Truppe zu decken, heißt selber züchten“, sagt die Veterinärin. Das geschieht in der Aufzuchtstation der Schule mit großem Erfolg. Die jüngsten Welpen sind am 5. Januar 2016 zur Welt gekommen: Fünf Hündinnen und sieben Rüden zählt die lebhafte Meute. Welche Aufgabe auf jeden einzelnen der kleinen Malinois zukommt, zeigt sich später nach zahlreichen Tests. Es ist erwiesen, dass sich die kurzhaarigen belgischen Schäferhunde hervorragend für den Einsatz als Schutz- und Spürhund eignen. Sie sind extrem lern- sowie arbeitsfreudig und verfügen über einen ausgeprägten Spiel- und Beutetrieb. Das sind Attribute, die sich die Diensthundeführer in der Ausbildung zu Nutze machen.

Portraitbild eines Schäferhundes

Gute Gene: Mutter Ronja – Diensthund der Bundeswehr. (Quelle: PIZ SKB/Alpers )Größere Abbildung anzeigen

Für die Welpen heißt es erstmal an Gewicht zuzulegen, bis sie mit etwa acht Wochen von der Mutter getrennt werden können und behutsam mit der Ausbildung beginnen.

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Stand vom: 26.02.16 | Autor: 


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