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Ulmer Kommando setzt interne Ausbildung zur Vorbereitung auf Nato-Übung „Trident Jaguar 18“ fort.

Während der Vorbereitung auf die Zertifizierung als NATO-Hauptquartier hat das Ulmer Kommando eine weitere Etappe abgeschlossen. Mit einer einwöchigen Fortbildungsveranstaltung unter dem Titel „Academics“ setzten die Soldaten in der Wilhelmsburgkaserne die sogenannte Phase I, die interne Schulung, fort. Es gilt, sich mit dem entsprechenden Knowhow für die anstehenden Aufgaben zu rüsten.

Soldaten hören einem Redner gespannt zu.
Soldaten des Ulmer Kommandos bei Vorträgen im Europasaal. (Quelle: MN KdoOpFü PIZ/Süpple)Größere Abbildung anzeigen
Im Mai 2018 begibt sich das Multinationale Kommando Operative Führung ins norwegische Stavanger, um sich bei der NATO-Übung „Trident Jaguar 18“ im Joint Warfare Center seiner Reifeprüfung für NATO-Einsätze zu stellen. Grundlage für die dortige Übung ist das Szenario „Skolkan“, das von einem Non-Article-5-Einsatz der NATO in Skandinavien und im Baltikum ausgeht.

Dabei soll verhindert werden, dass das fiktive Land „Arnland“ unter dem Einfluss verschiedener feindlicher Kräfte von innen und außen ins Chaos stürzt und zum „failed state“ wird. Für derlei Einsätze, die nicht der Bündnisverteidigung nach Artikel 5 des Nordatlantischen Vertrags dienen, hat die NATO den Grundsatz des „Comprehensive Approach“, also des vernetzten Ansatzes, entwickelt. Dabei wird zur Konfliktlösung nicht allein auf militärische Mittel gesetzt.

Spezialisten unter sich

Soldaten und Zivilisten sitzen in einem Hörsaal.
Das Ulmer Führungspersonal wird speziell geschult und eingewiesen. (Quelle: MN KdoOpFü PIZ/Süpple)Größere Abbildung anzeigen
Für das Academics-Seminar waren eigens 22 Trainer des Joint Warfare Center in Stavanger unter Führung ihres Kommandeurs, Generalmajor Andrzej Reudowicz (Polen) für vier Tage nach Ulm gekommen, um rund 150 Offiziere des Kommandostabs zu schulen. In vier Workshops, den sogenannten Syndicates, befassten sich die Ulmer Soldaten mit den Grundlagen für NATO-Einsätze zu Land, zu Wasser und in der Luft. Daraus entwickelten Sie ihre Grundsätze für die Bereiche Planung, Logistik, Targeting und strategische Kommunikation.

Parallel dazu wurden die Key Leader, also das Führungspersonal des Stabes, bis auf die Ebene der Abteilungsleiter, speziell für das Skolkan-Szenario geschult. „Das Szenario macht es notwendig, eine Balance zwischen klassischen militärischen und umfassenden zivil-militärischen Ansätzen zur Konfliktlösung zu finden“, erläutert der Befehlshaber des Ulmer Kommandos, Generalleutnant Richard Roßmanith.

Das gelernte zu Papier bringen

Soldaten diskutieren in Gruppen.
Die Stabsoffiziere erarbeiten Einsatzgrundsätze für ihre Fachbereiche. (Quelle: MN KdoOpFü PIZ/Süpple)Größere Abbildung anzeigen

Nach dem Abschluss der Trainings-Phase I widmet sich das Kommando in den nächsten Wochen der Phase II, in welcher der bevorstehende Übungs-Einsatz geplant wird. Dazu wird der Befehlshaber seine Idee des Gefechts entwickeln und mit seinem Stab ausarbeiten. Ende Februar wird diese nächste Phase mit einer Commanders Conceptional Discussion abgeschlossen, um in die Phase III „Execution & Conduct of Operation“ einzutreten. In dieser Phase übt das Kommando den Aufmarsch, zunächst mit einem Vorauskommando im Einsatzland, um dann das Kommando über die Einsatzführung vor Ort zu übernehmen.


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Stand vom: 15.12.17 | Autor: 


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