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Über uns

Das Multinationale Kommando Operative Führung / Multinational Joint Headquarters Ulm ist im Wesentlichen darauf ausgerichtet, im Auftrag der VN, der NATO oder der EU, die Planung und Führung von weltweiten Krisenmanagementeinsätzen zu übernehmen. Das Personal des Kommandos ist dazu multinational und aus Heer, Luftwaffe, Marine, Sanitätsdienst, der Streitkräftebasis und zivilen Experten zusammengesetzt.

Ein Wappen

Verbandsbzeichen MN KdoOpFü / MN JHQ Ulm. (Quelle: MN KdoOpFü / MN JHQ Ulm)Größere Abbildung anzeigen

Das Kommando wurde am 01.07.2013 in Dienst gestellt. Es ist eine Weiterentwicklung des Kommando Operative Führung Eingreifkräfte in Ulm, von dem ein Großteil des Personals übernommen wurde. Der multinationale Anteil ist mit derzeit ca. 50 Soldaten aus 17 NATO- und EU Nationen wesentlich erhöht worden. (Eine weitere Erhöhung auf bis zu 170 Dienstposten ist vorgesehen).

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Gruppenbild mit Soldaten verschiedener Nationen

Multinationalität im Kommando (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Kernkompetenz des Ulmer Kommandos

Das Ulmer Kommando ist die zukunftsweisende Antwort auf die immer komplexer werdenden Herausforderungen von Einsätzen einerseits und dem Zwang zur effizienteren Nutzung vorhandener militärischer Mittel. Im Rahmen der NATO-Initiative „Smart Defence“ und „Pooling and Sharing“ der EU trägt Deutschland damit dem Kooperationsbestreben der supranationalen Organisationen wegweisend Rechnung. Die Strukturen basieren wesentlich auf jahrelangen Erkenntnissen und Erfahrungen des Kommandos aus Übungen und den laufenden Einsätzen. Kernkompetenz ist die Planung und Führung von zusammenwirkenden Land-, Luft- und Seestreitkräften, Sanitätspersonal und spezialisierten Kräften aus verschiedenen Nationen auch mit den zivilen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren im Krisengebiet. Das jederzeit schnelle und weltweite Verlegen des Kommandos wird durch ständig einsatzbereites Personal und seine hochmobile Gefechtsstand- und moderne IT-Ausstattung sichergestellt.

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Ein Gebäude mit Flaggenmasten davor.

Operations Headquarters (OHQ) in Potsdam. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Herausforderungen verlangen Innovationen

Die bisherige klassische Kommandogliederung mit den Stabsbereichen „Operationen“ und „Unterstützung“ wurde grundlegend verändert und durch zusätzliche innovative Bereiche ergänzt: Informationsgewinnung und Wissensmanagement, Verfahren zur Planung und Führung von militärischen Operationen im Zusammenwirken mit zivilen Akteuren im Einsatzland, die Fähigkeit zum Einsatz gewaltfreier Mittel (Strategische Kommunikation) und die Bewältigung von logistischen Herausforderungen in Einsatzländern fern von Europa mit oft unzureichender Infrastruktur und klimatischen Besonderheiten werden nun angemessen in den Strukturen des Kommandos abgebildet. Die Möglichkeiten zum erfolgreichen Krisenmanagement werden dadurch verbessert und erweitert.

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Das Rückgrat des Kommandos

Dem Kommando unterstellt ist ein Unterstützungsverband mit einer Einsatz- und einer Unterstützungskompanie. Alle für den Grundbetrieb, bei Übungen und im Einsatz notwendigen Fähigkeiten wie Logistik, Führungsunterstützung und Feldlagerbetrieb werden durch diesen Verband sichergestellt. Weitere Spezialfunktionen werden zukünftig zentral von der Streitkräftebasis und von Partnernationen beigesteuert. Bezogen auf die Verlegung und den Betrieb des Gefechtsstandes ging das Ulmer Kommando bereits eine Kooperation mit dem österreichischen Bundesheer ein.

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Eine Luftaufnahme Camps mit Zelten.

Force Headquarters (FHQ). (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Erste Priorität: Einsatzausrichtung

Mit dem Ulmer Kommando erfüllt Deutschland seine Verpflichtung zur Schaffung eines einsatzfähigen Führungsinstruments im Rahmen weltweiter Krisenbewältigung.

Das Kommando ist auf Anforderung der EU in der Lage, kurzfristig mit einem Großteil des Personals und Materials als Force Headquarters (FHQ) in ein Krisengebiet zu verlegen und vor Ort den Einsatz zu planen und zu führen. Es ist auch dazu befähigt, auf der obersten militärischen, der militärstrategischen Ebene die Einsatzführung als Operation Headquarters (OHQ) von Deutschland aus wahrzunehmen. In dieser Rolle geht es voranging darum, die politischen Vorgaben in militärische Handlungsweisungen zu übersetzen. Im Falle einer Aktivierung wird dazu die Infrastruktur des Kommandos in der Henning-von-Tresckow-Kaserne in Potsdam genutzt. Von dort wurde bereits die EU-Mission EUFOR RD Congo geführt.

Im Rahmen eines NATO-Einsatzes würde das Ulmer Kommando als verlegbares Joint Task Force Headquarters oder als Joint Force Headquarters der Streitkräftestruktur der NATO-Mitgliedsstaaten agieren.

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Mehrere Soldaten verschiedener Nationen vor Computern.

Multinationales verlegbares Lagezentrum. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Führungsfähigkeiten optimieren

Militärische Erfahrungen und Erkenntnisse aus EU, NATO und Vereinten Nationen, aber auch solche aus nicht-militärischen, multinational arbeitenden Organisationen werden in Ulm für die eigene Aufgabenerfüllung ausgewertet und umgesetzt. Das Ulmer Kommando verfolgt nationale und multinationale Entwicklungen von Führungs- und Planungsverfahren und bringt diese wie auch seine Erfahrungen aus Einsätzen und Übungen in die Vorhaben zur Weiterentwicklung der Streitkräfte ein.

Gemeinsam mit dem Einsatzführungskommando der Bundeswehr, den Führungskommandos der Teilstreitkräfte, dem Planungsamt und den militärischen Organisationsbereichen treiben die Ulmer die Verbesserung der Fähigkeiten zur streitkräftegemeinsamen Führung mit modernsten Kommunikationsmitteln voran. Sie zielen dabei auf vernetzte Operationen als Kernbeitrag zur Steigerung der Einsatzwirksamkeit ab.

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Stand vom: 06.07.17 | Autor: 


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