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Über uns

Das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) in Geilenkirchen hat einen einzigartigen Auftrag. Seit 1991 stellt es nach den Vorgaben des Auswärtigen Amtes und unter Führung des Bundesministeriums der Verteidigung die Umsetzung der derzeit 21 völkerrechtlich und politisch verbindlichen Rüstungskontrollverträge sicher, die die Bundesrepublik Deutschland mit anderen Staaten abgeschlossen hat. Rund 170 Angehörige des ZVBw führen weltweite Beobachtungsflüge durch, inspizieren Militäranlagen der Vertragspartner und begleiten ausländische Delegationen, die zur Inspektion nach Deutschland kommen. Von den rund 3000 Rüstungskontrolleinsätzen, die das ZVBw seit seiner Gründung durchgeführt hat, fanden etwa zwei Drittel im Ausland statt.

Ein Tisch mit mehreren Waffen und Soldaten herum
Lehrgang zum Thema Kleinwaffenproblematik (Quelle: ZVBw)Größere Abbildung anzeigen

Das ZVBw ist alleinverantwortlich für die nationale Rüstungskontrollausbildung innerhalb der Bundeswehr und bildet auch vermehrt international für andere Vertragsstaaten aus.

eine Gliederungsansicht der Dienststelle
Es wird von einem Brigadegeneral geführt und gliedert sich in fünf Abteilungen. (Quelle: ZVBw)Größere Abbildung anzeigen

Abteilung Zentrale Rüstungskontrollaufgaben

Drei Sodlaten besichtigen eine Kanone
Deutsch-Französische KSE Inspektion in Georgien. (Quelle: ZVBw)Größere Abbildung anzeigen

Die Abteilung Zentrale Rüstungskontrollaufgaben ist eine vertragsübergreifende Querschnittsabteilung. Das Aufgabenspektrum erstreckt sich von Grundsatzaufgaben über die konzeptionelle Zuarbeit für die ministerielle Ebene und deren politische Beratung bis hin zu internationaler Kooperation und lehrgangsgebundener Rüstungskontrollausbildung für die gesamte Bundeswehr. Dies schließt die Erarbeitung von Vorschlägen zur Weiterentwicklung von Rüstungskontrollabkommen, die Auswertung von Informationen anderer Staaten sowie die Bewertung der Vertragstreue der einzelnen Staaten ein. Die Abteilung ist für die Rüstungskontrolldokumentation innerhalb der Bundeswehr zuständig und betreibt eine rund um die Uhr besetzte Einsatz-Lage- und Informationszentrale für die Rüstungskontrolleinsätze des ZVBw.

Abteilung Regionale Rüstungskontrolle

Mehrere Soldaten verschiedener Nationen im Gespräch
Inspektion nach dem Wiener Dokument in Aserbaidschan. (Quelle: ZVBw/)Größere Abbildung anzeigen

Die Abteilung Regionale Konventionelle Rüstungskontrollaufgaben befasst sich mit der konkreten Umsetzung der Verträge zur konventionellen Rüstungskontrolle in Europa. Dies sind derzeit der Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag), das Wiener Dokument 2011 und das Friedensabkommen von Dayton (Dayton Peace Accords-DPA). Im Rahmen der Erfüllung der aus diesen Verträgen erwachsenden Rechte und Pflichten der Bundesrepublik Deutschland erstellt die Abteilung Informationen über die deutschen Streitkräfte für andere Vertragspartner und wertet die Informationen anderer Vertragspartner aus. Für die aktive Überprüfung der Informationen aus diesen Informationsaustauschen (Inspektionen und Überprüfungsbesuche) reisen die Soldatinnen und Soldaten der Abteilung bis in den zentralasiatischen Raum. Im Gegenzug werden Inspektionen und Überprüfungsbesuche durch Vertragsstaaten in Deutschland durch die Abteilung begleitet.

Abteilung Globale Rüstungskontrolle

Mehrere Soldaten stehen vor einem Tisch mit Munition
Unterstützung bei einem Lehrgang zum Thema Munitionslagerung in Kenia (Quelle: ZVBw)Größere Abbildung anzeigen

Die Abteilung Globale Rüstungs- und Proliferationskontrolle ist für die Implementierung der militärischen Aspekte einer Vielzahl von Rüstungskontrollabkommen zuständig. Dazu gehören unter anderem Verträge und Vereinbarungen zum Verbot von Chemiewaffen und biologischen Waffen, zum Verbot von Nukleartests, zur Nichtverbreitung von Trägertechnologie, sowie die internationalen Vereinbarungen zu Waffentransfers und Munitionsmanagement. Das Einsatzgebiet der Abteilung umfasst den gesamten Erdball. Im Rahmen der Ausbildungsunterstützung sind die Soldaten der Abteilung zurzeit verstärkt in Afrika tätig.

Abteilung Offener Himmel (OH)

Mehrere Soldaten verschiedener Nationen an Bord eines Flugzeuges
An Bord eines Open Skies Beobachtungsflugzeuges (Quelle: ZVBw)Größere Abbildung anzeigen

Die Abteilung Offener Himmel stellt die Umsetzung des Vertrages über den Offenen Himmel sicher. Die Abteilung plant Beobachtungsflüge über anderen Vertragsstaaten zwischen Vancouver und Wladiwostok und führt diese durch. Dazu werden derzeit noch Luftfahrzeuge anderer Vertragsstaaten genutzt. Ab 2020 wird die Bundesrepublik Deutschland wieder über ein eigenes Beobachtungsluftfahrzeug verfügen. Darüber hinaus organisiert und begleitet die Abteilung Delegationen von Vertragspartnern bei ihren Beobachtungsflügen über Deutschland.

Ein Flgzeug während des Fluges
Das zukünftige OH-Beobachtungsflugzeug - A 319 (Quelle: ZVBw)

Abteilung Führung

Die Abteilung Führung stellt die allgemeine Einsatzbereitschaft des ZVBw sicher. Die Abteilung bildet die klassischen Führungsgrundgebiete ab und ist verantwortlich für Personal- und Disziplinarangelegenheiten, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die personelle und militärische Sicherheit, die Aus- und Weiterbildung des militärischen Personals, die logistische Versorgung, den Fuhrpark und die Informations- und Kommunikationstechnik. Darüber hinaus wird in der Abteilung eine nationale Rüstungskontrolldatenbank gepflegt.


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Stand vom: 10.04.18 | Autor: 


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